Vor wenigen Jahren hat man mit dem Begriff “Hacker” sofort negative Assoziationen gehabt. In der älteren Generation mag dies auch heute noch der Fall sein, doch an sich hat dieses Gebiet einen enormen Wandel durchgemacht. Nicht jeder Hacker ist automatisch auch ein Krimineller, ganz im Gegenteil ist dies nur noch ein geringer Bruchteil. Heute verknüpft man Hacker eher mit kreativen technologischen Aufgaben und Anprangerung von Missständen in diesem Bereich.
“Not my department”
So fand Ende des vergangenen Jahres bereits zum 29. Mal der Kongress des Chaos Computer Clubs statt. Diese Organisation gilt als die größte deutsche Hacker-Vereinigung. So konnten sie in 2012 über 800 neue Mitglieder begrüßen und verfügen mittlerweile über knapp 4 000 Teilnehmer. So fand auch der Kongress einen enorm großen Anklang und wurde von vielen Mitglieder besucht. Dieser große Zuwachs ist unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass das Themengebiet der Netzpolitik eine immer größere Rolle beim CCC einnimmt und es nicht mehr lediglich ums Hacken geht. Leitmotto des dreitägigen Kongresses war “Not my department” (Nicht mein Fachgebiet). Dies setzte sich vor allem damit auseinander, dass Programmierer sich über die Folgen ihrer Codes und Entwicklungen bewusst sein müssen und die Schuld nicht einfach von sich wegschieben können. Das spielt vor allem auf die zahlreichen Programmierer, die beim Militär beschäftigt sind, an. Immerhin programmieren diese für unterschiedliche Raketen- und Waffensysteme, sehen es aber nicht als ihre Schuld, wenn dadurch Menschen sterben.
Sich in die Sprache hacken
Andere Kernthemen des Kongresses waren die Bedrohung eines Überwachungsstaates, militärische Drohnen und die sexistisch anmutende Sprache. Dazu wurde unter anderem von einem Sprachwissenschaftler ein sehr interessanter Vortrag gehalten, warum unsere Sprache eher maskulin geprägt ist und dass es auch dort möglich sei, sich in die Sprache hineinzuhacken.
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