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Anonymous plant Angriff auf Österreich

Geschrieben von Das Online Team in der Kategorie: Hacker
© lassedesignen - Fotolia.com

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Mit einer groß angelegten Aktion mit dem Namen „Operation Pitdog“ wollen österreichische Mitglieder des Hacker-Kollektivs Anonymous brisante E-Mails von hochrangigen Politikern des Landes veröffentlichen. Damit wollen sie gegen die am 1. April in Kraft tretende Vorratsdatenspeicherung protestieren und drohen damit „Österreich zu erschüttern“. Anonymous ist dafür bekannt, sich unerlaubt Zugang zu Seiten von Behörden und Unternehmen zu verschaffen, um so gegen bestimmte Vorgänge und Pläne zu protestieren. So wurden US-Behörden CIA und FBI ebenso Opfer des der Hacker, wie die Unternehmen Mastercard, Pay Pal oder Monsanto.

Nach Anonymous-Angaben werden schon seit einer Weile zahlreiche E-Mail-Accounts von Politikern überwacht, wobei brisantes Material zusammengekommen sein soll. Um welche Politiker es gehen soll, wurde nicht verraten. Dennoch sind Presse- und Medienanstalten hellhörig geworden, da sie weitere Informationen über die gravierenden Korruptionsvorgänge auf höchsten politischen Ebenen erwarten. Seit einigen Monat befasst sich damit ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss, der einen Sumpf aus Bestechungen und dubiosen Honoraren, Scheinrechnungen und Betrug aufdecken und trockenlegen soll. Laut Anonymous Österreich sind die erhobenen Vorwürfe aber nur die „Spitze des Eisbergs“. Sogar Kanzler Werner Faymann (SPÖ) soll in den Machenschaften verwickelt sein.

Dennoch geht es den Hackern weniger um die Korruptionsvorwürfe als um das Thema der Vorratsdatenspeicherung. Nach Inkrafttreten müssen Gespräche und E-Mails ein halbes Jahr lang gespeichert werden. Wer mit wem, wie lange und von welchem Ort aus kommuniziert hat, soll damit festgehalten werden. Das bringt nicht nur Anonymous-Aktivisten auf die Barrikaden. Die österreichische Bürgerinitiative „Stoppt die Vorratsdatenspeicherung“ hat bislang schon 78.000 Unterschriften sammeln können. Auch in Deutschland wird die auf einer EU-Richtlinie ruhende Speicherung noch Thema sein. Gerade erst hat die EU-Kommission der Bundesregierung eine Frist zur Umsetzung zukommen lassen.

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