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Kreditkarten © Ioana Davies (Drutu) - Fotolia.com

Kreditkarten © Ioana Davies (Drutu) - Fotolia.com

Bei einem Hackerangriff der extremistischen saudi-arabischen Hackergruppe Group-XP wurden laut Nachrichtenagentur Reuters rund 14.000 gültige Datensätze von israelischen Kreditkarten entwendet.

Die Hackergruppe selbst erklärte 1 Tag zuvor noch, dass es Daten von insgesamt 400.000 israelischen Kreditkarten wären. Dies ist aber einer veröffentlichten Dateigröße von rund 30 Megabyte ziemlich unwahrscheinlich.

Die Hacker erbeuteten die Daten bei einem Einbruch in die Datenbanken der israelischen Sport-Website One. Ein Hacker der Gruppe rief jetzt öffentlich auf: “Genießt es, euch Sachen zu kaufen”. Seine Gruppe soll mit den Kartendaten bereits Spezial-Software für Hackerangriffe damit gekauft und diverse Web-Dienste bezahlt haben.

In der Gruppe sollen alle Hacker Wahabiten sein, Anhänger einer besonders konservativen sunnitischen Glaubensrichtung,welche in Saudi-Arabien quasi Staatsreligion ist.

Der Hacker Namens oxOmar prahlte außerdem damit, dass es “ein großer Spaß werde zuzusehen, wie sich 400.000 Leute vor israelischen Banken und Kreditkartenunternehmen versammeln”. Und er prophezeit:” Israelische Kreditkarten werden ebenso wenig vertrauenswürdig werden wie es nigerianische schon jetzt sind.”

Die betroffenen Kreditkartenfirmen beruhigten jedoch die Kunden damit, dass die gestohlenen Karten bereits gesperrt seien und das Kunden,mit deren Karten unrechtmäßig bezahlt worden ist, ihr Geld zurückerhalten.

Hacker oxOmar droht aber inzwischen mit weiteren Angriffen. Dabei wolle er die Kreditkartendaten von einer Million Israelis veröffentlichen. Auch die Sozialversicherungsnummern von einer Million Israelis habe er schon gesammelt, er wolle diese aber nur peu a peu veröffentlichen, um die Reaktionen zu genießen.

Am Donnerstag wurden die Webseiten des Sportartikel-Herstellers Adidas von Hackern angegriffen. Kunden konnten die Seite nicht aufrufen und bekamen stattdessen verschiedene Fehlermeldungen angezeigt. In einer davon wurde in englischer Sprache auf “technische Probleme“ verwiesen, welche dazu führten, dass die Webseite vorübergehend nicht erreichbar sei. In einer anderen Fehlermeldung war von einem “Kommunikationsfehler“ die Rede und davon, dass der Server möglicherweise überlastet sei. Bis am späten Sonntagnachmittag war die Internetpräsenz des Konzerns und seines Tochterunternehmens Reebook nicht mehr zu erreichen. Das lag daran, dass Adidas nach dem Angriff seine Seiten adidas.de,  shop.adidas.de, reebok.de, miCoach.de oder adidas-group.de vom Netz genommen hatte, um die Daten seiner Besucher vor den Hackern zu schützen. Ein Teil der Seiten ist mittlerweile wieder erreichbar, in den nächsten Tagen sollen die restlichen Seiten folgen.

Nun erklärte Adidas, dass der Hintergrund des Angriffs eindeutig krimineller Natur sei. Dennoch sei es laut einer Sprecherin des Sportartikel-Herstellers den Hackern offenbar nicht gelungen, sich Zugang zu Kundenkonten zu verschaffen. Der Konzern wollte aber keine technischen Details nennen. Die Rechtsabteilung von adidas prüft nun juristische Schritte. Zudem hat man zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der Konsumenten-Daten ergriffen.


Adidas-Angriff: Hacker haben keine Kundendaten gestohlen – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/digital/digital-news/adidas-angriff-hacker-haben-keine-kundendaten-gestohlen_aid_681953.htm

Immer häufiger werden Hacker-Angriffe auf Unternehmen ausgeübt. Erst im Frühjahr machte der japanische Elektronik-Konzern Sony Schlagzeilen, da es Hackern gelungen war, persönliche Daten von 77 Millionen Nutzern der Spielekonsole PlayStation abzugreifen.

Schon seit geraumer Zeit warnen Versicherer davor, dass solche Attacken zu einer zunehmenden Bedrohung für Firmen werden. Dabei hatte Adidas-Vorstandschef Herbert Hainer noch am vergangenen Donnerstag seinen Konzern dafür gelobt, dass er inzwischen sehr gut im Internet vernetzt sei.