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Ist Ihr Computer sicher?

Ist Ihr Computer sicher?

Dass viele Computer-Nutzer zu sorglos mit ihren persönlichen Daten umgehen, ist nicht neu. Obwohl auf dem heimischen PC kein aktuelles oder sogar gar kein Anti-Virus-Programm installiert ist, von Firewalls oder Anti-Spy-Software ganz zu schweigen, werden Online-Banking genutzt und Kreditkarten-Daten beim Online-Shopping preisgegeben. Auch bei der Nutzung von sozialen Netzwerken legen viele keinen großen Wert auf Datenschutz und Privatssphäre.

Doch selbst wer seine Computer und Smartphones bestmöglich schützt, hat laut Experten auf lange Sicht keinen absolut wirksamen Schutz vor digitalen Angriffen. Im Fokus digitaler Aktivisten und Spione stehen in der Regel größere Konzerne, die oft ein ensprechendes Budget für IT-Sicherheit mitbringen. Dennoch finden Hacker-Gruppen wie Anonymous immer wieder eine Lücke im System. Beliebtes Ziel des Kollektivs: Sicherheits-Behörden wie FBI oder CIA. Die Vielseitigkeit und ständige Veränderbarkeit der digitalen Schadprogramme macht es den Schutz-Programmen schwer, entsprechend zu schützen. Die sogenannten Trojaner, die dem Opfer einen Nutzen vortäuschen und nach der Installation den Computer unter die Kontrolle eines Angreifers bringen können, werden vom “digitalen Untergrund” zahlreich angeboten und können immer wieder neu zusammengestellt werden. Aber immer mit demselben Auftrag: Schaden zuführen. Obwohl die Gefahr von Spam-E-Mails von unbekannten Absender bekannt ist, gehen immer wieder welche in die Falle, klicken auf den Anhang und haben nun den Trojaner auf dem Computer.

Um gegen diese kriminellen Machenschaften vorgehen zu können, braucht es nach Ansicht von IT-Experten eine verstärkte internationale Zusammenarbeit von Ermittlungsbehörden. Dies fehlt nach wie vor und macht es international agierenden Digital-Verbrechern einfach, die mit wenigen Klicks in der ganzen Welt Schaden anrichten können. Neuestes und verstärktes Ziel sind mobile Geräte wie Smartphones und Tablets, die noch unzureichend geschützt sind.

Bilderrechte: © Gina Sanders – Fotolia.com

© kebox - Fotolia.com

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Am vergangenen Wochenende waren die Seiten von vielen offiziellen israelischen Ämtern und Regierungseinrichtungen offline, auch die des Mossad. Kurz zuvor hatten Online-Aktivisten eine Attacke angekündigt. Die Regierung lässt verlauten, dass ein technischer Fehler für den Absturz Auslöser gewesen wäre. Ist das die Wahrheit oder handelt es sich um eine erneut geglückte Hacker-Attacke?

Am Samstag erschien ein Video der Hacker-Truppe “Anonymous MMV” im Internet: Darin kritisieren sie vor allem Israels Blockade der Hilfslieferungen in den Gaza-Streifen. Erst einen Tag zuvor hatte die israelische Marine erneut zwei Schiffe mit palästiniensischen Aktivisten abgefangen, die sich im Gebiet des von Israel abgeriegelten Gaza-Streifens befanden. Die Macher des Videos sehen das als eine Verletzung internationaler Seerechte, die Israel auf eine Stufe mit Piraten stellt. Wenn Israel weiterhin humanitäre Hilfslieferungen für die Bevölkerung im Gaza-Streifen blockiere, so die anonyme Hacker-Gruppe, hätten sie keine andere Wahl, als ab und an zurückzuschlagen.

Shai Blitzblau, Chef des Unternehmens, der die Server-Ausfälle überprüfen soll, stimmt theoretisch zu, dass es sich um einen Hacker-Angriff gehandelt haben könnte. Rein praktisch hätte er dafür aber keinerlei Anzeichen entdecken können. Dass die Seiten der Armee, mehrerer Ministerien und sogar der israelischen Geheimdienste Mossad und Schin Bet für mehre Stunden vom Netz gingen, hat nach Blitzblaus Untersuchungen also eher wirklich mit einem technischen Fehler zu tun. Hacker-Angriffe hinterlassen meist Anzeichen und zeigen bestimme Charakteristika, die bei den Vorfällen des letzten Wochenendes in Israel nicht auftauchten, so Blitzblau.

Vom Ausfall verschont blieb hingegen die Webseite des israelischen Verteidgungsminsteriums. Das hat damit zu tun, dass diese Seiten unabhängig von allen anderen Web-Angeboten des israelischen Staates betrieben und zusätzlich geschützt werden. Denn jeden Tag soll es rund 80.000 Angriffsversuche auf das virtuelle Verteidigungsministerium geben.