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© kebox - Fotolia.com

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Am vergangenen Wochenende waren die Seiten von vielen offiziellen israelischen Ämtern und Regierungseinrichtungen offline, auch die des Mossad. Kurz zuvor hatten Online-Aktivisten eine Attacke angekündigt. Die Regierung lässt verlauten, dass ein technischer Fehler für den Absturz Auslöser gewesen wäre. Ist das die Wahrheit oder handelt es sich um eine erneut geglückte Hacker-Attacke?

Am Samstag erschien ein Video der Hacker-Truppe “Anonymous MMV” im Internet: Darin kritisieren sie vor allem Israels Blockade der Hilfslieferungen in den Gaza-Streifen. Erst einen Tag zuvor hatte die israelische Marine erneut zwei Schiffe mit palästiniensischen Aktivisten abgefangen, die sich im Gebiet des von Israel abgeriegelten Gaza-Streifens befanden. Die Macher des Videos sehen das als eine Verletzung internationaler Seerechte, die Israel auf eine Stufe mit Piraten stellt. Wenn Israel weiterhin humanitäre Hilfslieferungen für die Bevölkerung im Gaza-Streifen blockiere, so die anonyme Hacker-Gruppe, hätten sie keine andere Wahl, als ab und an zurückzuschlagen.

Shai Blitzblau, Chef des Unternehmens, der die Server-Ausfälle überprüfen soll, stimmt theoretisch zu, dass es sich um einen Hacker-Angriff gehandelt haben könnte. Rein praktisch hätte er dafür aber keinerlei Anzeichen entdecken können. Dass die Seiten der Armee, mehrerer Ministerien und sogar der israelischen Geheimdienste Mossad und Schin Bet für mehre Stunden vom Netz gingen, hat nach Blitzblaus Untersuchungen also eher wirklich mit einem technischen Fehler zu tun. Hacker-Angriffe hinterlassen meist Anzeichen und zeigen bestimme Charakteristika, die bei den Vorfällen des letzten Wochenendes in Israel nicht auftauchten, so Blitzblau.

Vom Ausfall verschont blieb hingegen die Webseite des israelischen Verteidgungsminsteriums. Das hat damit zu tun, dass diese Seiten unabhängig von allen anderen Web-Angeboten des israelischen Staates betrieben und zusätzlich geschützt werden. Denn jeden Tag soll es rund 80.000 Angriffsversuche auf das virtuelle Verteidigungsministerium geben.

Adidas wurde gehackt

Geschrieben von Das Online Team in der Kategorie: Hacker - (0 Kommentare)

Am Donnerstag wurden die Webseiten des Sportartikel-Herstellers Adidas von Hackern angegriffen. Kunden konnten die Seite nicht aufrufen und bekamen stattdessen verschiedene Fehlermeldungen angezeigt. In einer davon wurde in englischer Sprache auf “technische Probleme“ verwiesen, welche dazu führten, dass die Webseite vorübergehend nicht erreichbar sei. In einer anderen Fehlermeldung war von einem “Kommunikationsfehler“ die Rede und davon, dass der Server möglicherweise überlastet sei. Bis am späten Sonntagnachmittag war die Internetpräsenz des Konzerns und seines Tochterunternehmens Reebook nicht mehr zu erreichen. Das lag daran, dass Adidas nach dem Angriff seine Seiten adidas.de,  shop.adidas.de, reebok.de, miCoach.de oder adidas-group.de vom Netz genommen hatte, um die Daten seiner Besucher vor den Hackern zu schützen. Ein Teil der Seiten ist mittlerweile wieder erreichbar, in den nächsten Tagen sollen die restlichen Seiten folgen.

Nun erklärte Adidas, dass der Hintergrund des Angriffs eindeutig krimineller Natur sei. Dennoch sei es laut einer Sprecherin des Sportartikel-Herstellers den Hackern offenbar nicht gelungen, sich Zugang zu Kundenkonten zu verschaffen. Der Konzern wollte aber keine technischen Details nennen. Die Rechtsabteilung von adidas prüft nun juristische Schritte. Zudem hat man zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der Konsumenten-Daten ergriffen.


Adidas-Angriff: Hacker haben keine Kundendaten gestohlen – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/digital/digital-news/adidas-angriff-hacker-haben-keine-kundendaten-gestohlen_aid_681953.htm

Immer häufiger werden Hacker-Angriffe auf Unternehmen ausgeübt. Erst im Frühjahr machte der japanische Elektronik-Konzern Sony Schlagzeilen, da es Hackern gelungen war, persönliche Daten von 77 Millionen Nutzern der Spielekonsole PlayStation abzugreifen.

Schon seit geraumer Zeit warnen Versicherer davor, dass solche Attacken zu einer zunehmenden Bedrohung für Firmen werden. Dabei hatte Adidas-Vorstandschef Herbert Hainer noch am vergangenen Donnerstag seinen Konzern dafür gelobt, dass er inzwischen sehr gut im Internet vernetzt sei.