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Am Donnerstag wurden die Webseiten des Sportartikel-Herstellers Adidas von Hackern angegriffen. Kunden konnten die Seite nicht aufrufen und bekamen stattdessen verschiedene Fehlermeldungen angezeigt. In einer davon wurde in englischer Sprache auf “technische Probleme“ verwiesen, welche dazu führten, dass die Webseite vorübergehend nicht erreichbar sei. In einer anderen Fehlermeldung war von einem “Kommunikationsfehler“ die Rede und davon, dass der Server möglicherweise überlastet sei. Bis am späten Sonntagnachmittag war die Internetpräsenz des Konzerns und seines Tochterunternehmens Reebook nicht mehr zu erreichen. Das lag daran, dass Adidas nach dem Angriff seine Seiten adidas.de,  shop.adidas.de, reebok.de, miCoach.de oder adidas-group.de vom Netz genommen hatte, um die Daten seiner Besucher vor den Hackern zu schützen. Ein Teil der Seiten ist mittlerweile wieder erreichbar, in den nächsten Tagen sollen die restlichen Seiten folgen.

Nun erklärte Adidas, dass der Hintergrund des Angriffs eindeutig krimineller Natur sei. Dennoch sei es laut einer Sprecherin des Sportartikel-Herstellers den Hackern offenbar nicht gelungen, sich Zugang zu Kundenkonten zu verschaffen. Der Konzern wollte aber keine technischen Details nennen. Die Rechtsabteilung von adidas prüft nun juristische Schritte. Zudem hat man zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der Konsumenten-Daten ergriffen.


Adidas-Angriff: Hacker haben keine Kundendaten gestohlen – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/digital/digital-news/adidas-angriff-hacker-haben-keine-kundendaten-gestohlen_aid_681953.htm

Immer häufiger werden Hacker-Angriffe auf Unternehmen ausgeübt. Erst im Frühjahr machte der japanische Elektronik-Konzern Sony Schlagzeilen, da es Hackern gelungen war, persönliche Daten von 77 Millionen Nutzern der Spielekonsole PlayStation abzugreifen.

Schon seit geraumer Zeit warnen Versicherer davor, dass solche Attacken zu einer zunehmenden Bedrohung für Firmen werden. Dabei hatte Adidas-Vorstandschef Herbert Hainer noch am vergangenen Donnerstag seinen Konzern dafür gelobt, dass er inzwischen sehr gut im Internet vernetzt sei.