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© Thomas Jansa - Fotolia.com

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Die Gründung der Stiftung Datenschutz für mehr Sicherheit im Internet wurde nun durch die Bundesregierung auf das Jahr 2012 verschoben. Diese Stiftung soll unter anderem dazu eingesetzt werden, Produkte und Dienstleistungen hinsichtlich des Datenschutzes zu überprüfen.
Den Start hierfür hatte man von Seiten des Bundesinnenministers Friedrich und der Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger von der FDP anfangs für 2011 angekündigt. Doch die Abstimmung des Satzungsentwurfs in den entsprechenden Ressorts sind nach neuesten Aussagen noch nicht endgültig vollbracht. Demnach können die erforderlich Vorarbeiten erst im kommenden Jahr abgeschlossen werden.

Noch ist unklar, wo der der Sitz der Stiftung liegen wird. Zwar sei Leipzig auch nach Meinung Friedrichs ein Zentrum des aufstrebenden IT-Sektors in Sachsen, das als Standort geeignet wäre, doch sind auch andere Standorte im Gespräch.

Auch ist man sich noch nicht einig, wie genau die Stiftung im finanziellen und personellen Bereich ausgestattet werden soll. Hier besteht noch Abstimmungsbedarf, da der Bundeshaushalt zunächst nicht mehr als zehn Millionen Euro als Gründungskapital zur Verfügung stellt. Während man sich auf einigen Seiten noch auf weitere Abstimmungen verlässt, plädiert das Bundesinnenministerium dafür, diese Summe nicht mehr zu verändern, da die Stiftung ihre Arbeit vorrangig aus den Zinseinnahmen finanzieren werde. Bundesdatenschutzbeauftragter Peter Schaar dagegen setzt sich derzeit für eine bessere finanzielle Grundlage durch den Bund ein. Er betont, die Stiftung wäre auf weitere jährliche Zuwendungen angewiesen, da es sich bei der geplanten Summe schließlich nur um ein Stiftungskapital handele. Außerdem müsse man verstärkt darauf achten, die Unabhängigkeit der Stiftung zu bewahren, wenn man auf die Möglichkeit der Gelder durch Unternehmen und Privatpersonen zurückgreife.

Laut Leutheusser-Schnarrenberger sei der geplante Start der Stiftung schon im ersten Quartal des kommenden Jahres möglich, dafür will sie sich nachdrücklich einsetzen.

© kebox - Fotolia.com

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Am vergangenen Wochenende waren die Seiten von vielen offiziellen israelischen Ämtern und Regierungseinrichtungen offline, auch die des Mossad. Kurz zuvor hatten Online-Aktivisten eine Attacke angekündigt. Die Regierung lässt verlauten, dass ein technischer Fehler für den Absturz Auslöser gewesen wäre. Ist das die Wahrheit oder handelt es sich um eine erneut geglückte Hacker-Attacke?

Am Samstag erschien ein Video der Hacker-Truppe “Anonymous MMV” im Internet: Darin kritisieren sie vor allem Israels Blockade der Hilfslieferungen in den Gaza-Streifen. Erst einen Tag zuvor hatte die israelische Marine erneut zwei Schiffe mit palästiniensischen Aktivisten abgefangen, die sich im Gebiet des von Israel abgeriegelten Gaza-Streifens befanden. Die Macher des Videos sehen das als eine Verletzung internationaler Seerechte, die Israel auf eine Stufe mit Piraten stellt. Wenn Israel weiterhin humanitäre Hilfslieferungen für die Bevölkerung im Gaza-Streifen blockiere, so die anonyme Hacker-Gruppe, hätten sie keine andere Wahl, als ab und an zurückzuschlagen.

Shai Blitzblau, Chef des Unternehmens, der die Server-Ausfälle überprüfen soll, stimmt theoretisch zu, dass es sich um einen Hacker-Angriff gehandelt haben könnte. Rein praktisch hätte er dafür aber keinerlei Anzeichen entdecken können. Dass die Seiten der Armee, mehrerer Ministerien und sogar der israelischen Geheimdienste Mossad und Schin Bet für mehre Stunden vom Netz gingen, hat nach Blitzblaus Untersuchungen also eher wirklich mit einem technischen Fehler zu tun. Hacker-Angriffe hinterlassen meist Anzeichen und zeigen bestimme Charakteristika, die bei den Vorfällen des letzten Wochenendes in Israel nicht auftauchten, so Blitzblau.

Vom Ausfall verschont blieb hingegen die Webseite des israelischen Verteidgungsminsteriums. Das hat damit zu tun, dass diese Seiten unabhängig von allen anderen Web-Angeboten des israelischen Staates betrieben und zusätzlich geschützt werden. Denn jeden Tag soll es rund 80.000 Angriffsversuche auf das virtuelle Verteidigungsministerium geben.