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Bangalore ist die aufsteigende indische Metropole schlechthin. So ist sie mittlerweile nach Dehli und Mumbai die drittgrößte Stadt Indiens und alles andere als indisch. So hat man wenn man an Indien denkt doch etwas die Vorstellung von verehrten Kühen auf den Straßen, eventuellen Slums und Schlaglöchern in den Straßen. Jedoch ist Bangalore da völlig “unindisch”. So reiht sich hier ein Neuwagen hinter dem nächsten und die Häuser sind modern und hoch.

In den letzten Jahren ist die Stadt zu dem IT-Zentrum des Landes aufgestiegen. Das hatte vor allem erst einmal damit zu tun, dass die Mieten dort um einiges billiger waren als in den anderen Metropolen. Zum anderen werden fleißig Fördergelder von Seiten der Regierung in die Stadt gepumpt, da es immer der Plan war aus ihr eine Großstadt der Kommunikation zu machen.

So können die Menschen dort von eigentlich überall auf W-LAN zugreifen und kostenlos im Internet surfen. Selbst in den Bahnhöfen und dazugehörigen Bahnen gibt es W-LAN bzw. internetfähige On-Board-Computer. Selbst die Busse zum Flughafen haben Displays in der Rückenlehne mit denen man mal schnell sein Facebook-Profil checken kann.

Jedoch muss man auch dazu sagen, dass nicht das komplette Internet von Seiten der Regierung kommt. So kann man bei sich zu Hause einfach mal auf WLAN Suche gehen. Während man in Deutschland alle Netze der Nachbarn entdeckt und diese selbstverständlich verschlüsselt sind, so ist das in Indien anders. Dort findet man mindestens genauso viele Netzwerke, jedoch ist auch mindestens die Hälfte davon unverschlüsselt, sodass jeder über jedes Netzwerk online gehen kann. Dies mag für einen Deutschen zwar leichtsinnig und riskant klingen, da man keine Kontrolle über sein Netzwerk hat, jedoch gehört es in Bangalore zur Tagesordnung. Das wird unter anderem auch daran liegen, dass dort Dinge wie Klagen und Anzeigen wegen illegaler Downloads so gut wie nicht verbreitet sind und sich somit niemand Sorgen machen muss, dass über das eigene Netzwerk etwas illegales geladen wird.